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Die Woche vor dem Triathlon

 

03.Jul 2010

Samstag, der Tag vor dem großen Event. Seit gestern beobachte ich mit Argusaugen den Wetterbericht für Kärnten. Für Sonntag ist mit bis zu 35°C zu rechnen. Die Hitze macht mir eigentlich nichts aus, aber 35°C sind auch nicht ganz ohne. Ab den Mittagstunden ist auch noch mit Quellwolken und Gewittern zu rechnen. Das klingt nicht gut, aber meine Einstellung war, es ist eine Freiluftveranstaltung und auf das Wetter habe ich keinen Einfluss.

Ich will einen guten Triathlon machen und gesund und munter das Ziel erreichen. An diesem Samstag habe ich sehr oft auf die Uhr geschaut. Natürlich habe ich das alles schon aus meiner Fußballzeit gekannt. Vor einem Spiel war ich immer unruhig. Nur, Unruhe darf nicht in Panik ausarten. Am frühen Nachmittag bin ich dann nach Klagenfurt gefahren. Zuerst habe ich mein Fahrrad abgegeben. Ich habe es auf den Startplatz gestellt, der für mich vorgesehen war – Startnummer 2400. Dann habe ich die Radsachen und die Laufsachen in den dafür vorgesehen Plastiksack gesteckt und habe beide jeweils auf die dafür vorgesehenen Haken gehängt. So, damit war die Vorbereitung abgeschlossen. Ich habe meinen Wecker auf 04:00 Uhr gestellt und bin um ca. 22:00 Uhr schlafen gegangen.

 

02.Jul 2010

Es ist Freitag. Heute schaue ich mir den Start-Bereich in Klagenfurt an. Das ist mein letzter Puzzle-Teil. Zuerst gehe ich zum Strandbad Klagenfurt. Hier starten wir am Sonntag den Bewerb. Es wird im Rechteck geschwommen. Das heißt ca. 1.400m gerade aus in den See hinaus. Dann eine 90°-gradige Linkswende Richtung Südufer. Nach ca. 150m kommt wieder eine 90°-gradige Linkswende. Jetzt geht es wieder Richtung Strandbad zurück. Die letzten 900m schwimmt man dann im Lendkanal bis zur Ausstiegstelle. Die Umkleidestelle für die Fahrräder befindet sich gleich nach dem Ausstieg aus dem Wasser, dann das Fahrrad abholen und ab auf die Strecke. Dann am Ende von der Radstrecke stellt man das Fahrrad wieder auf seinen Platz ab, zieht sich die Laufschuhe an und jetzt gilt es noch einen Marathon zu laufen. Wichtig war für mich, dass ich alle Strecken und die Wechselzonen gesehen habe.

Nachdem ich mir alles genau angesehen hatte, habe ich mir noch meine ganzen Start-Utensilien abgeholt. Die Startnummern habe ich am Fahrrad und am Helm angebracht.

 

01.Jul 2010

Gestern am Abend bin ich sehr zeitig schlafen gegangen. Ich war von der Autofahrt und der Ortsumstellung doch sehr müde. Es war die richtige Entscheidung, schon am Mittwoch anzureisen.

Am Vormittag bin ich mit dem Fahrrad gefahren. Ich habe mich für die Runde um den Wörthersee entschieden. Damit ist das Training abgeschlossen.

Am Nachmittag bin ich dann noch mit dem Auto die Radstrecke abgefahren. Die Radstrecke befindet sich südlich vom Wörthersee. Sie ist 90km lang und daher 2x zu befahren. Es gibt ein paar giftige Steigungen. Ich habe mir die jeweilige Länge der Steigung und die jeweilige Intensität genau eingeprägt, damit mich dann am Sonntag nichts überraschen kann.

  

30.Jun 2010

In der Früh bin noch ein letztes Mal laufen gegangen. Nach dem Laufen habe ich dann noch einmal überprüft, ob ich auch wirklich alles eingepackt habe. Perfekt, das Auto ist an geräumt, los geht’s – ab in den Süden.